Mit dem Twike auf den Zug

Wir packen in Rickenbach unsere sieben Sachen und sind uns plötzlich nicht mehr sicher, ob wir nicht vielleicht doch etwas zu viel mitnehmen wollen: Zelt, Schlafsäcke, Liegematten, Campingstühle, Gaskocher, Geschirr, Kleider (vorwiegend für Schönwetter), alle Arten von Kabel und Adapter, Badesachen, diverse Schuhe und Jacken und einen Rucksack.

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Unser Reisegepäck

Alles passt bestens ins Twike. Der Pilot strahlt bereits ob dem bevorstehenden Abenteuer. Endlich kann es losgehen.

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Alles ist verpackt – jetzt fehlt nur noch die Co-Pilotin.

Erstes Ziel ist der Bahnhof Feldkirch. Wir wollen mit dem Autoreisezug über Nacht nach Villach und von da aus Richtung Slowenien. Den ersten Zwischenhalt aber – ein kleiner Umweg – bietet uns die Fähre von Horgen nach Meilen.

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Die kurze Fahrt mit der Fähre von Horgen nach Meilen ist eine ideale Gelegenheit, die Beine etwas zu vertreten.

Wir essen unterwegs am See und geniessen anschliessend einen kurzen Stadtbummel durch Rapperswil. So langsam stellt sich das Ferienfeeling ein. Der weitere Weg führt uns über den Rickenpass nach Wattwil und von da aus via Ebnat-Kappel und Wildhaus ins Rheintal. Von hier ist es nicht mehr weit nach Feldkirch. An der ersten Ladesäule, die wir ansteuern, stehen dummerweise bereits zwei Fahrzeuge. Beide sind zwar mit dem Laden fertig, blockieren aber Platz und Steckdose. Direkt beim Bahnhof finden wir eine zweite Ladesäule. Doch hier fehlt uns leider der richtige Adapter. Ein Anruf beim örtlichen Stromproduzenten, der diese Säule betreibt, schafft Abhilfe. Er kennt den Besitzer des Fahrzeugs, das dort an der Dose hängt und bereits vollgeladen hat. Wir dürfen dessen Adapter benützen und so wird das Twike vor der Abreise auf dem Autozug doch noch voll.
Ein kurzes Intermezzo gibt es dann beim Verladen der Fahrzeuge. Die Bahnangestellten haben offenbar noch nie ein Twike gesehen und wollen partout nicht akzeptieren, dass es sich dabei um ein Fahrzeug der Kategorie Motorrad handelt. Nach langem Diskutieren – und dank der Fernunterstützung von Ralph Schnyder und Andrew Campbell – will es dann doch noch klappen. Neben einem Motorrad wird unser Twike festgezurrt. Vom Liegewagen aus haben wir einen perfekten Blick zu den Fahrzeugen. Wir sind beruhigt. Das Twike folgt uns auch noch in den Morgenstunden, als die Dämmerung bereits den nächsten Tag ankündigt.

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Der Blick vom Liegewagen zu den Fahrzeugen. Das Twike folgt uns brav bis zum Ziel.

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